Morgen ist mein Tag

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Project Description

Im Jänner 2011 erschien eine Schwerpunktausgabe des Standard zum Thema “Migration” in Kooperation mit der Diagonale. Mit Nina Kusturica, Catalina Molina und Borjana Ventzislavova wurden drei österreichische Filmemacherinnen eingeladen je einen Kurzfilm zu realisieren und die Printausgabe grafisch mitzugestalten. Die Filme waren auf standard.at und während der Diagonale Festivalwoche im Foyer des Kunsthaus Graz zu sehen.

Nina Kusturica hat sich in ihren Arbeiten auf vielfältige Weise mit Migration und ihren politischen Implikationen beschäftigt – beginnend mit ihrem ersten Kurzfilm, Draga Ljiljana (2000), in dem sie acht Jahre nach ihrer Flucht in Bosnien nach einer Freundin von früher sucht. Ihr bislang letzter Film war der Dokumentarfilm Little Alien (2009), mit Empathie und Umsicht stellt sie sich darin an die Seite von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und zeigt die Schikanen bei der Asylsuche in Österreich auf.
Bei den Vorführungen des Films – er wurde auch vielen Schülern gezeigt – fiel Kusturica vor allem der Mangel auf, mit den Schicksalen der Jugendlichen entsprechend umzugehen, dafür die passenden Begriffe zu finden. Die Fotoserie und der Film Morgen ist mein Tag für den Standard (Seite 1 bis 12) setzen dem etwas entgegen: Fallgeschichten von Migranten werden an nicht involvierte Personen wie eine Staffel weitergereicht. „Diese Geschichten mig-rieren ja auch durch uns hindurch“, sagt Kusturica, „also ließ ich Österreicher Texte von Flüchtlingen sprechen.“
Filmausschnitte, die konkrete und assoziativere Fluchtetappen zeigen, lässt sie gleichzeitig auf die sprechenden Personen projizieren. Eine vergleichbare Hervorhebung wird über die Schrift versucht, die in den Fotos rahmensprengend vergrößert wird. Die einzelnen Bestandteile der Erzählung und ihre Präsentation bricht Kusturica damit auf, der Betrachter muss sie neu zusammensetzen und auf diese Weise zu etwas Eigenem machen.
Dominik Kamalzadeh, Der Standard
Nina Kusturica hat sich in ihren Arbeiten auf vielfältige Weise mit Migration und ihren politischen Implikationen beschäftigt – beginnend mit ihrem ersten Kurzfilm, Draga Ljiljana (2000), in dem sie acht Jahre nach ihrer Flucht in Bosnien nach einer Freundin von früher sucht. Ihr bislang letzter Film war der Dokumentarfilm Little Alien (2009), mit Empathie und Umsicht stellt sie sich darin an die Seite von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und zeigt die Schikanen bei der Asylsuche in Österreich auf.
Bei den Vorführungen des Films – er wurde auch vielen Schülern gezeigt – fiel Kusturica vor allem der Mangel auf, mit den Schicksalen der Jugendlichen entsprechend umzugehen, dafür die passenden Begriffe zu finden. Die Fotoserie und der Film Morgen ist mein Tag für den Standard (Seite 1 bis 12) setzen dem etwas entgegen: Fallgeschichten von Migranten werden an nicht involvierte Personen wie eine Staffel weitergereicht. „Diese Geschichten mig-rieren ja auch durch uns hindurch“, sagt Kusturica, „also ließ ich Österreicher Texte von Flüchtlingen sprechen.“
Filmausschnitte, die konkrete und assoziativere Fluchtetappen zeigen, lässt sie gleichzeitig auf die sprechenden Personen projizieren. Eine vergleichbare Hervorhebung wird über die Schrift versucht, die in den Fotos rahmensprengend vergrößert wird. Die einzelnen Bestandteile der Erzählung und ihre Präsentation bricht Kusturica damit auf, der Betrachter muss sie neu zusammensetzen und auf diese Weise zu etwas Eigenem machen.
Dominik Kamalzadeh, Der Standard
Bei Interesse bezüglich einer Vorführung oder DVD schreiben Sie uns bitte eine Email an: moc.s1560798903tcejo1560798903rp-kn1560798903@emoc1560798903lew1560798903

Morgen ist mein Tag

Kurzfilm
Regie: Nina Kusturica
A/ 2011/ 7 Min./ Digital Video/ 16:9/ Farbe/ Stereo
Deutsch

Diagonale 2011 im Kunsthaus Graz
Standard Online
Regie/Konzept: Nina Kusturica
Kamera: Nora Friedel, Christoph Hochenbichler, Nina Kusturica
Musik: Abid und Lidija Kusturica

Cast: Manfred Stella, Andreas Löbbecke, Josefine Friedel, Isabella Campestrini, Nora Friedel, Anja Kusturica, Nandi Friedel, Julia Campestrini